Im 19. Jahrhundert wurde sie von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still entwickelt.

Aber auch vor dieser Zeit gab es viele Ansätze in Europa, (vor allem in den französisch sprachigen  Ländern), für die Viszerale Osteopathie.             

Sie ist eine ganzheitliche und manuelle Therapie, die der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen in unserem Organismus dient.

Das Ziel der Osteopathie ist das Auffinden und Behandeln der URSACHEN der Beschwerden.

Mit geschulten Händen ertastet der Osteopath Funktionsstörungen, bzw. Bereiche mit erhöhter Gewebsspannung und veränderter Gewebequalität. Mit entsprechenden Techniken werden sie gelöst und aktivieren dadurch die Selbstheilungsprozesse des Körpers.

 

In der Osteopathie werden drei Bereiche unterschieden, die sich über neurovegetative, vaskuläre und fasziale Wege fortwährend beeinflussen.

  • Parietale Osteopathie: Bewegungsapparat mit allen Anteilen, Gelenken, Bändern, Muskeln, Faszien und deren bindegewebigen Umhüllungen,

                                          

  • Viscerale Osteopathie: Innere Organe wie Lunge, Herz, Magen, Leber, Darm, Gebärmutter, Harnblase mit Blutgefäßen und bindegewebigen Umhüllungen,

  • Craniosacrale Osteopathie: Kopf- und Gesichtsschädel, Gehirn, Rückenmark und das gesamte Nervensystem mit bindegewebigen Umhüllungen.

                                                 

Eine der wesentlichen Grundlagen der Osteopathie ist die Erhaltung der Beweglichkeit der Gewebe im gesamten Organismus.

Wird die Bewegungsmöglichkeit einzelner Körperstrukturen, z.B. durch einen Sturz, ein Trauma oder durch die Folgen eines entzündlichen Prozesses eingeschränkt, beeinträchtigt das deren gesunde Funktion.

Der Organismus reagiert auf solche Veränderungen oftmals über einen langen Zeitraum mit Anpassung und Kompensation.

Im Laufe von Monaten und Jahren können sich dadurch jedoch ganze Spannungsketten bilden.

Der gestörte Bereich kann sich irgendwann nicht mehr anpassen, eine angemessene und ausreichende Regulierung ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Dann reagiert der Körper reagiert mit Schmerz, Bewegungs- und Funktionsstörungen.

Sehr oft sind die Schmerzen nicht an der Stelle der eigentlichen Störung.

Das ist der Grund, warum ein Osteopath z.B. den Dickdarm, die Nieren oder die Unterbauchorgane behandelt, wenn ein Patient mit tiefen Rückenschmerzen kommt.